Schutzpatron

Schutzpatrone der Apotheker und Ärzte

 

Es sind dies in erster Linie die Zwillingsbrüder COSMAS und DAMIAN.
Die beiden Brüder sind in Syrien geboren, und starben 303 den Märtyrertod in Aigai in Kilikien (in der heutigen Türkei). Sie waren Ärzte und Apotheker, die Kranke unentgeltlich behandelten und auf diese Weise viele von den Patienten zum Christentum bekehrten. Wegen ihres umfangreichen und selbstlosen Wirkens werden sie heute als Schutzpatrone der Apotheker, Ärzte und Hebammen verehrt.
Der Legende zufolge gelang ihnen sogar eine Beintransplantation, nämlich der Ersatz eines verfaulten Beines durch das eines verstorbenen Mohren. Immer der Legende nach, haben sie alle Versuche des römischen Präfekten, sie bei der Christenverfolgung zu ertränken, zu verbrennen sowie mit Steinen und Pfeilen zu töten, unversehrt überlebt, und erlitten erst in der darauf folgenden Enthauptung das Martyrium. Seit der Renaissance ist der 27. September der Tag der hl. Cosmas und Damian.
Quelle: Wikipedia und Cowen „Die Geschichte der Pharmazie in Kunst und Kultur”, DuMont-Verlag

Schutzpatron

Holzschnitt vom akademischen Bildhauer KARL GRASSER aus Kortsch, im Juli 2000 zu Gunsten des Restaurationsvereins „Cosmas und Damian” angefertigt und vom Künstler kostenlos zur Verfügung gestellt.
St. Cosmas (links) ist mit Harnschauglas, St. Damian (rechts) ist mit Spatel und Salbengefäß dargestellt. Der kranke Mann zu ihren Füßen symbolisiert die leidende Menschheit, die von den Heiligen kostenlos behandelt wird.
Zur Linken von St. Cosmas sieht man ein Schwert, dies symbolisiert ihr Martyrium durch die Enthauptung, zur Rechten von St. Damian sieht man einen Palmzweig, die sogenannte „Märtyrerpalme”.
Im Hintergrund steht die Kapelle zu St. Cosmas und Damian in Laatsch.

Persönliche Anmerkung: Am westlichen Dorfrand von Laatsch befindet sich, neben der großen St. Cäsari Kirche, eine kleine Kapelle, die den hl. Cosmas und Damian geweiht ist, und die auch heute noch von der Laatscher Bevölkerung regelmäßig aufgesucht wird. Zwischen Juli 1999 und September 2001 wurde diese Kapelle von einem eigens gegründeten Restaurierungsverein „Cosmas und Damian” (Vorsitzender war der Verfasser dieser Schrift) gründlich saniert, neu eingedeckt und restauriert.
Der Innsbrucker Alt-Bischof Dr. Reinhold Stecher weihte am 16. September 2001 den neuen Altar, und im Rahmen dieser Feier wurde das Ende der Restaurierung gefeiert und der Verein wieder aufgelöst.
Weiters werden als Schutzheilige der Apotheker verehrt:
der ERZENGEL RAFFAEL
und
der Hl. GIOVANNI (JOHANNES) LEONARDI.
Besonders die italienischen Apotheker verehren Giovanni Leonardi als „eigenen Schutzheiligen”. Giovanni Leonardi ist 1541 in Diecimo bei Lucca geboren. Ab 1558 ist er Apotheker in Lucca, beginnt aber gleichzeitig mit theologischen Studien. 1571 wird er zum Priester geweiht und gründet in den Folgejahren den Orden der „Chierici regolari della Madre di Dio” („Regularkleriker der Gottesmutter”). Sein vorbildliches Leben im Dienste der Allgemeinheit führt ihn letztlich bis zur Ehre des Altars.